Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor

Regie Karoline Hoffmann | Bühne Christina Flügger | Musik Paula Wünsch | Puppen Magda Roth | Dramaturgie Friederike Spindler |

Spiel Tobias Eisenkrämer

Objekttheater mit Fuchs und Kontrabass nach dem Buch von Martin Baltscheit

Premiere 09.09.2023 am Figurentheater Chemnitz

Es war einmal ein junger Fuchs, der war der klügste, beste und schnellste Jäger im Wald. Zarte Hasen, Hühner und Geißlein – in seinem Kochtopf landeten alle! Einmal in der Woche lud er die anderen jungen Füchse zum Essen ein, erzählte vom Jagen und Gejagtwerden und lehrte sie seine Tricks. So vergingen die Jahre und der Fuchs wurde älter. Graue Barthaare zogen sich nun durch sein Gesicht und sein Instinkt ließ spürbar nach. Er begann die Tage zu verwechseln und vergaß den ein oder anderen Gedanken, den er dann erst wieder suchen musste. Aber das war gar nicht schlimm! Das Leben wurde einfach etwas ruhiger und so begann er den ganzen Tag Brombeeren zu essen, in Amselnestern zu sitzen oder einfach im Fluss zu schwimmen. Gefährlich wurde es nur, wenn die Hunde der Jäger kamen und er vergaß, vor ihnen davonzulaufen. Und auf einmal war er ein alter Fuchs, der den Verstand verlor und manchmal nicht mehr wusste, wer er war. Er fühlte, wie sich das Leben um ihn herum veränderte und fand nicht mehr allein nach Hause. Doch die jungen Füchse passten gut auf ihn auf – und er liebte es, ihnen zuzuhören, wenn sie nun von ihren Abenteuern berichteten.

Behutsam und humorvoll erzählt der Autor und Illustrator Martin Baltscheit vom Fuchs und seinem langen Leben. Die Geschichte wurde unter anderem 2011 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Mit seiner Bilderbuchkunst richtet sich Baltscheit an Kinder und Erwachsene gleichermaßen und schafft mit Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor ein berührendes Portrait über das Älterwerden mit Demenz, in dem er von so viel mehr als nur dem Vergessen erzählt: von lebendigen Erinnerungen und einem Neuanfang.